Xenara
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Xenara begann mit einem imaginären Satz Taschenrechnertasten aus einem alternativen Universum. Die vertraute Geometrie geformter Tasten ist noch da: kompakte Proportionen, abgerundete Abschlüsse, rechtwinklige Kurven und Striche, die ordentlich in ein Gerät passen sollen. Doch das Alphabet folgt etwas anderen Regeln. Ein A ohne Querstrich, ein dreizackiges M, ein Zickzack-E, ein rechteckiges S und weitere Alternativformen können dasselbe System zunehmend fremdartig machen, ohne lesbare Buchstabenformen aufzugeben.
Das gibt Xenara ein natürliches Zuhause bei wissenschaftlichen Instrumenten und Messtechnik. Umweltsensoren, Laborgeräte, Wetterinstrumente, Vermessungsgeräte, Kalibrierwerkzeuge und Observatoriumstechnik bieten Platz für Modellnamen, Bedienbereiche, Messkategorien, Beschriftungen von Bedienelementen und hervorgehobene Messwerte. Xenara ahmt weder ein LCD noch eine Segmentanzeige nach; sie erinnert eher an die in Tasten und Bedienelemente rund um eine solche Anzeige eingeformte Schrift.
Wissenschaftskommunikation erweitert dieselbe visuelle Welt. Planetariumsgrafiken, Science-Center-Ausstellungen, Astronomieprogramme, Physikvorführungen, MINT-Bausätze, Unterrichtsexperimente und populärwissenschaftliche Publikationen können Xenara nutzen, wenn herkömmliche geometrische Typografie zu anonym wirkt. Ihre gerundete Konstruktion hält das Material zugänglich, während ungewöhnliche Details Apparaturen, Messung und Experimente andeuten.
Elektronische Instrumente passen ebenfalls gut. Synthesizer, Audiolaborgeräte, Prüf-Oszillatoren, Effektgeräte, Elektronik-Selbstbausätze, Controller und andere mit Knöpfen besetzte Geräte teilen den materiellen Wortschatz, der Xenara inspiriert hat. Modellbezeichnungen, Bedienelementgruppen, Modusnamen, Verpackungsüberschriften und kurze Anleitungen können einen technischen Ton tragen, ohne auf Pixel, Schaltungen oder die üblichen visuellen Kürzel für Computer zurückzugreifen.
Die alternativen Zeichen erschließen fremdartigeres Gebiet. Sparsam eingesetzt kann Xenara wie ein plausibles Alphabet für reale Geräte aussehen. Mit mehr ungewöhnlichen Formen deutet dieselbe Schrift plötzlich fiktive Labore, spekulative Forschungsinstitute, unmögliche Messgeräte, retrofuturistische Lehrfilme und wissenschaftliche Disziplinen an, die sich irgendwo knapp neben unserer eigenen Zeitlinie entwickelt haben. Die Alternativen verzieren das Alphabet also nicht bloß: Sie lassen Gestalter steuern, wie weit sich die Typografie von der gewöhnlichen wissenschaftlichen Wirklichkeit entfernt.
Xenara kann auch mehrere Zeilen groß gesetzten Textes tragen und bietet damit mehr Spielraum als ein bloß originelles Bedienfeldalphabet. Ausstellungseinleitungen, Untertitel von Wissenschaftsbüchern, Experimentüberschriften, Gerätebeschreibungen und kurze Erklärungspassagen können im selben visuellen System bleiben, bevor eine ruhigere Textschrift übernimmt.
Xenara wirkt technisch, ohne vom üblichen Techno-Wortschatz abhängig zu sein. Es geht weniger um Computer als um Apparaturen: Tasten, Bedienelemente, Messwerte, Experimente, Telemetrie und Maschinen, die etwas messen sollen. Es ist die Art Alphabet, die auf einem wissenschaftlichen Instrument vollkommen vernünftig aussieht – bis man merkt, dass dieses Instrument noch niemand erfunden hat.
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Angaben zu kommerziellen Schriften
Details zur Schriftfamilie
- Erstveröffentlichung
- 2005
- Schriftschnitte
- 4 Schriftschnitte
- Version
- 2.201
- Formate
- OTF
- Klasse
- Serifenlos
- Form
- Geometrisch, Abgerundet
- Schriftsysteme
- Lateinisch
- Einsatzbereich
- Displayschrift
- Merkmale
- Alternativzeichen
Namen der kommerziellen Schriftschnitte (4)
- Regular
- Italic
- Bold
- Bold Italic